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Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-Reviews

Lechery - We are all born evil

Lechery  We are all born evilxxlLabel: Bleeding Music Records

Spielzeit: 43:28 min.

Genre: Heavy Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Solche musikalischen Überraschungseier mag ich! Von der Band hatte ich noch nie was gehört, Titel und Cover ließen mich die Kapelle im Thrash oder Death Metal vermuten und was kommt raus? Lupenreiner, schweinegeiler Heavy Metal, traditionell und musikalisch lecker in den Achtzigern verwurzelt. Schon der Opener "Heavy Metal Invasion" ist eine grandiose Hymne, die Dich sofort packt und zum fröhlichen Mitgröhlen einlädt. Kurz zur Band: Die kommt aus Schweden, existiert seit 2004 und "We are all born evil" ist schon das dritte Album! Interessant ist vielleicht noch, dass Sänger und Gitarrist Martin Bengtsson mal bei Arch Enemy gespielt hat. (Von 1997 bis 1998, hat auf dem Album "Stigmata" Bass gespielt!) Damit hat die Mucke von Lechery (Gottseidank!!) nix zu tun, hier gibt es wunderbaren Metal für Freunde solcher Bands wie Grave Digger, Accept u.ä., der vor Klischees nur so trieft (Songtitel wie "Hold on to the night" oder "Breaker of chains" sprechen schon Bände...) und genau das macht den unwiderstehlichen Charme dieser Platte aus! Die Lieder gehen sofort ins Ohr, funktionieren im Hirn besser als jedes Antidepressiva, d.h. die Stimmung steigt von Track zu Track! Schönes Teil, das unheimlich viel Spaß macht.

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Heavy Metal Invasion 03:40
2. Let It Out 04:35
3. We're All Born Evil 04:31
4. Rule the World 03:55
5. Hold On to the Night 04:52
6. Breaker of Chains 05:10
7. Sacrifice 03:28
8. Even a Hero Must Die 04:46
9. Spineless 04:29
10. Tip of the Whip 04:22

Crawl + Leviathan - Split (MC)

Crawl  Leviathan  SplitxxlLabel: Red River Family Records

Spielzeit: 24:00 min.

Genre: Funeral Doom/Sludge + Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Oh, hier haben wir mal wieder etwas sehr feines für die ganz doll kaputten unter Euch: Die beiden amerikanischen Bands Crawl und Leviathan haben sich zusammengetan, um auf der vorliegende Kassette ihr Liedgut zum Besten zu geben. Den Anfang machen Crawl, die ich bislang noch überhaupt nicht kannte, wobei ich definitiv etwas verpasst habe. Informationen habe ich nicht viele, außer dass es sich wohl um eine Ein-Mann-Geschichte handelt und diese in Texas beheimatet zu sein scheint. Musikalisch geht es sofort in die Eingeweide, es wird uns ein 12 Minuten langer Bastard aus Funeral Doom, Sludge und ein wenig Noise präsentiert, wie er dreckiger und abgefuckter kaum sein kann. Herrlich krank geht der Song nicht nur einmal bis an die Schmerzgrenze und hinterlässt überall nur blutige Ohren. Wunderbar! Über Leviathan und den Kopf dahinter ("Wrest") brauche ich ja eigentlich keine erklärenden Worte mehr verlieren. Der Kollege feiert heuer das zwanzigjährige Jubiläum und dürfte mit seiner Mischung aus finsterstem Depressive Black Metal und Ambient jedem Black Metaller ein Begriff sein. Für mich neben Xasthur die wichtigste und beste Band in dieser Spielart des Black Metals. Auch Wrests Beitrag (ebenfalls 12 Minuten lang!) zieht alle Register und begeistert von Beginn an. Kaputt, misanthropisch und tiefschwarz - eine Atmosphäre zum Niederknien! Insgesamt eine mehr als gelungene Split-MC!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist: 

1. Ψ Crawl: At The Forge of Hate 12:00
2. Ω Leviathan: Igneous Ashen Tears 12:00

Avslut - Deceptis

Avslut  DeceptisxxlLabel: Osmose Productions

Spielzeit: 43:22 min.

Genre: Schweden Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Zwei Jahre nach Bandgründung präsentieren uns die Schweden von Avslut ihr Debüt-Album und das haut gleich so richtig rein! Steht Ihr auf geilen Schweden-Black Metal? Läuft bei Euch "The secrets of the Black arts" immer noch in Dauerrotation?" Dann seid Ihr hier genau richtig! Avslut knüppeln sich durch ihre Songs, als hätten wir wieder 1996, verbinden meisterhaft Melodie mit Brutalität (typisch schwedisch halt...) und machen damit alles richtig. Ein wirklich geiles Album, mit genau der richtigen Dosierung von Epik, Aggression und Atmosphäre. Dazu gesellt sich eine Produktion, die nicht kristallklar daherkommt, aber definitiv auch nicht zu dünn oder zu matschig - also den prächtigen Songs quasi auf den Leib geschrieben wurde. Hier haben die Kollegen von Osmose aber mal volle Kanne aufs richtige Pferdchen gesetzt, denn wer schon mit seiner Debüt-Platte so geil aufspielt, von dem kann man sicherlich noch viel Schönes in der Zukunft erwarten. Wäre das Teil vor 20, 25 Jahren erschienen, man würde heute wohl von einem fetten Klassiker sprechen. Sollte sich jeder Black Metal Freund (vor allem die Schweden-Fans!!) zulegen!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. PESTILENS
02. FÖRLORAD
03. EXISTENSENS SKUGGA
04. LEGION
05. MARTYRIUM
06. DECEPTIS
07. EVIGT MÖRKER
08. TERRA MATER
09. AVSLUT

Nihil Invocation - The valleys green and journeys mourned (MC)

Nihil InvocationxxlLabel: Funeral Mealstrom

Spielzeit: 26:07 min.

Genre: Black Doom

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 01. März 2018

Da ist er wieder, der Herr Deathwalker mit einem neuen Werk von Nihil Invocation. Konsequent wird der Weg, welcher sich schon auf der wunderbaren Split mit Megalith Grave (Review hier!) abzeichnete, weitergeführt. Das Tempo wird immer mehr gedrosselt, schön langsamer Doom verbindet sich mit garstigem Black Metal, was sich vor allem in der bösartigen Stimmung und im Gesang niederschlägt. Hin und wieder gibt es zwar noch brutale Ausbrüche im Richtung Rasang, diese halten sich aber in Grenzen. Ich bin ganz ehrlich, musikalisch hat mir der Black Metal des Debüts "Chthonian twilight ritual" (Review hier!) etwas besser gefallen, dafür hat dieses Werk hier bedeutend mehr Atmosphäre und versprüht mehr ätzenden Hass als so manche 180 km/h Kapelle. Sehr dunkel und kratzig, nichts was man schön finden kann, oder zu dem man sofort Zugang findet. Dennoch lohnt es sich definitiv, für mich sind Nihil Invocation eine der Bands, die meiner Meinung nach noch eine große Zukunft vor sich haben. Cooles Teil, aber auch diesmal wieder streng limitiert (60 Tapes wird es nur geben!).

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. The War I've Waged to Life and Those Who Cherish 03:02
2. Adrift Beside the Resonant Depth 03:08
3. Nothing Stands Below the Fire's Tread 04:10
4. In Passage to an Eternity of Reclusive Sleep 04:11
5. Anguish Migrates and Resides... 02:34
6. A Void of Stagnant Isolation Beheld 05:26
7. These Are the Lands I'll See Once More 03:36

Ungfell - Mythen, Mären, Pestilenz

ungfell coverxxlLabel: Eisenwald Tonschmiede

Spielzeit: 48:16 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 23. März 2018

Ist schon manchmal komisch, da schaut man sich lediglich das Cover einer neuen Veröffentlichung an und bekommt schon so ein Gefühl, dass hier was wirklich Feines auf einen wartet. So geschah es mir mit dem neuen Album von Ungfell (was nach meinen Recherchen "Pech" oder "Unglück" bedeutet!), ich fand das Artwork schon sehr gelungen, startete die Musik und hui, das Ganze hat echt was!! Es beginnt mit einem schönen Neofolk-Intro, das einen gemein in eine ganz falsche Ecke verweist, denn kaum ist das letzte akustische Tönchen verklungen, setzt ein wahrer Black Metal Orkan ein! Extrem heftig, extrem geil! Vor allem die Stimme von Sänger Menetekel ist so was von krank und intensiv - das geht sofort unter die Haut. Und der Song entwickelt sich noch! Zuerst herrscht brutaler, chaotischer Black Metal, doch dieser wandelt sich in Richtung melodisch und klingt richtig sanft aus. Und derart interessant und niveauvoll geht es weiter. Immer wieder werden kleine "Zwischenspiele" eingebaut, was ich ja oft als störend und als den Fluss eines Albums unterbrechend empfinde - hier passt alles ganz wunderbar zusammen und bildet eine starke und homogene Einheit. Die "richtigen" Songs bieten uns dann wieder einen hervorragenden, aggressiven und vor allem abwechslungsreichen Black Metal, der trotz allem nie "verkopft" daherkommt, sondern einfach (als ob das so einfach wäre...) und völlig unverkrampft zwischen wirklich extremer Aggression und starken, dunklen bis mystischen Melodien hin und her wandelt. Die Texte sind auf Deutsch (Swizerdütsch, um ganz genau zu sein!) und dürften wohl Geschichten und Legenden aus dem heimatlichen Dunstkreis der Schweizer behandeln. (Titel wie "Der Ritter von Lasarraz" oder "De Fluech von Toggeli" deuten zumindest darauf hin!) Insgesamt ein ganz besonderes Album, ein gelungenes Gesamtkunstwerk, das eindeutig mehr Aufmerksamkeit verdient hat, als es nur mal so nebenbei zu hören, hier darf (und muss!!) man genießen!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Raubnest ufm Uetliberg
2. De Türst und s Wüetisheer
3. Oberlandmystik
4. Bluetmatt
5. Die Heidenburg
6. De Fluech vom Toggeli
7. Die Hexenbrut zu Nirgendheim
8. Guggisberglied
9.. Der Ritter von Lasarraz
10. Raserei des Unholds

The Crown - Cobra Speed Venom

the crown 2018Label: Metal Blade Records

Spielzeit: 47:29 min.

Genre: Death/Thrash Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: sm-metal-shop

VÖ-Datum: bereits erschienen

Was für ein geiles Coverartwork, was für ein saucooler Albumtitel! Die Schweden von The Crown wollen es mit ihrem neuen Longplayer aber wirklich wissen und der Vorgeschmack, den sie mit ihrer 2-Track-7" "Iron Crown" im Januar abgeliefert haben, liess auf Großes hoffen. Und genau das liefern die Kollegen mit "Cobra Speed Venom" auch ab!! Eine perfekte Mischung aus Thrash und Death Metal, brutal bis zum Anschlag, fast durchgehend wird das Gaspedal metertief in den Asphalt getreten und das Ganze wurde mit einer Spielfreude eingeprügelt, dass man meinen möchte, hier wäre ein Haufen Jungspunde am Werk. Der 2015er Vorgänger "Death is not dead" war ja schon ein verdammt fettes Teil (ähmmm.... – der verwunderte Sven), aber irgendwie haben es die Schweden geschafft, diesmal noch 'ne ordentliche Schippe draufzulegen. So ein Album hätte ich mir von Slayer schon seit Jahrzehnten gewünscht! Ich bin von Vorne bis Hinten entzückt!! Das Einzige, was mich stört ist, dass uns die Kollegen von Metal Blade für die Rezension nicht die Bonustracks des Digipacks zur Verfügung gestellt haben, dort gibt es nämlich nochmal zwei (höchstwahrscheinlich ebenfalls schweinegeile!!!) Songs als fröhliche Beigabe. Schade, aber da kann ja die Band nix dafür. "Cobra Speed Venom" lässt mich auf jeden Fall seit einigen Tagen voller Begeisterung durch die Wohnung hüpfen. (Vielleicht sollte ich doch mal die Wände abpolstern??) Alle Daumen hoch für diese geile Platte!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Destroyed By Madness
2. Iron Crown
3. In the Name of Death
4. We Avenge!
5. Cobra Speed Venom
6. World War Machine
7. Necrohammer
8. Rise In Blood
9. Where My Grave Shall Stand
10. The Sign of the Scythe
11. Nemesis Diamond (bonus track)
12. The Great Dying (bonus track)

Blyh - Transparent To The World (LP)

Blyh transparent frontxxlLabel: Crawling Chaos Records

Spielzeit: 43:34 min.

Genre: Black Metal

Info: /

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: bereits erschienen

Ein bisschen länger gibt es dieses Album schon, bereits im Juni 2017 erschien es digital, einen Monat später als Kassette. Da diese aber schon längst ausverkauft ist (es gab auch nur 50 Exemplare) kommt der ganze Spaß nun auch auf Vinyl heraus und man hat sich dafür in die Hände von Crawling Chaos gegeben, keine schlechte Wahl meine Herren. Wobei ich überhaupt nicht weiss, wer und wie viele hier musizieren, denn Infos gibt es über die Band so gut wie gar nicht. Kommen wir also sofort zur Musik. Und die kann sich echt hören lassen, denn hier gibt es definitiv nichts von der Stange. Der Sound der Kollegen bildet vielmehr eine gelungene Mischung aus den verschiedensten Black Metal Subgenres (Klassisch, Depressive, Post...), die es quasi unmöglich machen, die Musik von Blyh in irgendeine Schublade zu pressen und das ist ja in den allermeisten Fällen ein deutliches Indiz für Qualität. So auch hier, was aber auch gleichzeitig bedeutet, dass "Transparent To The World" kein Album zum "Nebenbeihören" ist, man muss sich schon intensiv mit der Materie beschäftigen, aber es lohnt sich ja! Aggressivität und Melodie gehen hier Hand in Hand und erschaffen somit eine intensive Atmosphäre, die natürlich ausgezeichnet zu den niveauvollen Songs passt. Übrigens: Auf der Vinyl-Version befindet sich ein anderer Cover-Song! Statt "Tigress" von Songs:Ohia gibt es auf der Platte den Song "Narrow - Minded criteria" von den Berliner Grindern Systral. Mit gefällt ersterer Track besser, aber den kann man sich zur Not downloaden oder auf YouTube anhören. Zu der verdammt geilen Musik gesellt sich dann auch noch ein für Black Metal-Verhältnisse untypisches, aber sehr schönes Coverartwork und die auf 250 Exemplare limitierte LP kommt in transparentem Vinyl (sieht immer wieder geil aus!!). Ein gelungenes Gesamtkunstwerk!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

A1 The Strength Of A Woman Can Be Boundless
A2 Transparent To The World
B1 So Willingly Dead
B2 The Shortening Of The Way
B3 Narrow-Minded Criteria

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